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Aufwärts! - Am 22.12.2018 in die Weihnachtszeit gestartet und mit der letzten Fahrt am 21.03.2019. Was bleibt?

Erfreuliches Spendenergebnis bei holly hechelt "Aufwärts!"

Zu allererst die beste Nachricht: Anhand der Zusagen der Spender und den gefahrenen Kilometern können wir einen Betrag von 1332,83€ für die beiden Projekte erwarten!

In Worten: Eintausenddreihundertzweiunddreißig Euro

DANKE!!!!

Davon entfallen auf den Verein "Leben mit Autismus e.V." ein Betrag von 696,50€, für die Kinderkrebs-Projekte, die vom "Vor-Tour der Hoffnung e.V." unterstützt werden gibt es 636,33€. Das sind zwei Beträge, die zusammen mit vielen anderen Unterstützern der Projekte hoffentlich etwas bewirken. Jetzt muss das Geld nur noch zu den Vereinen...

Da ich selber ja keine wohltätige Organisation bin, war von Anfang an klar dass das Geld direkt an die jeweilige Organisation gehen soll. Dazu werden ich in Kürze alle Spender per eMail anschreiben, Spendensumme und Bankverbindungen durchgeben. Und dann war da ja noch etwas:

Die Goodies für die Spender

Die Liste an Goodies, die ich von befreundeten Unternehmen und Einzelpersonen erhalten habe, ist wirklich lang geworden. Um es deutlich zu sagen: Ich habe sehr viel mehr Goodies als Spender. Viele davon stehen noch nicht mal auf der aktuellen Goodie-Liste, dazu hat mir einfach die Zeit gefehlt in den letzten Tagen. Das macht mich total happy, aber stellt mich auch vor diverse Fragen... auf die ich zum Glück aber schon eine Antwort gefunden habe, hoffe ich. Aber dazu später mehr. Vorab nochmal ein ganz, ganz fettes Dankeschön an alle Freunde, die ohne zu zögern zugesagt haben! Ihr habt meinen tiefen Respekt!

Ich habe mir überlegt wie ich die Dinge möglichst fair an die Spender bekomme. Natürlich wird es schwer, denn es sind viele dabei die nichts mit dem Radsport zu tun haben, aber viele Preise aus dem Radsport. Ich hoffe aber dass alle mit der Vorgehensweise, die ich mir überlegt habe, zufrieden sein werden.

Der Plan für die Goodies

Ich mache mir in den kommenden Tagen die Mühe und schreibe jeden einzelnen Goodie auf einen kleinen Zettel. Diese kommen in eine große Schüssel. Genau das Gleiche mache ich mit den Namen der Spender und einer zweiten Schüssel. Videokamera an und los: Aus den beiden Schüsseln ziehe ich abwechselnd einen Preis und einen Namen. Bis alle Namen weg sind! Also eine Art Verlosung.

Fair? Ich hoffe. Da die Goodies ja nur das Sahnehäubchen für die gute Tat sein sollten, denke ich dass es ein guter Weg ist. Wenn es eine bessere Idee gibt: Ich bin für alles offen!

3 Monate Aufwärts - was bleibt ausser Spenden?

Wer bis hierher gelesen hat, hat vermutlich alles gelesen, was es zur Charity aktuell zu sagen gibt. Ok, am Schluss kommt noch was zu dem Umstand dass noch viele Goodies übrig sind. Und der Zukunft von holly hechelt...

Allerdings wird es ab hier persönlich, nur so als Vorwarnung. 😎

Die Fragen, die ich mir lange vor dem Start von "Aufwärts!" gestellt habe, blieben fast die gleichen die mir während der 3 Monate immer wieder gestellt habe... "Was bringt das? Mir! Den Vereinen! Den Spendern!" Und ich kann zumindest eine Frage sehr klar beantworten.

MIR hat es ne Menge gebracht. Auch wenn das Gesamtergebnis in Zahlen nur knapp die Hälfte der angestrebten 3.000 Kilometer ist, hat es mich mehr Kraft gekostet als vorher erahnt. Und mir deshalb gezeigt, dass es wichtig war mir diese Aufgabe zu stellen. Denn der innere Schweinehund ist ein krasses Kerlchen. Gerade in Verbindung mit Schmerzen, Medikamenten, Müdigkeit und Zweifeln kann der ganz schön einen raushauen.

Zu wissen dass ich nicht für blöd auf diesem Rollentrainer sitze, hat mich oft dazu bewegt weiter zu machen. Nochmal mit der Rolle über den Oberschenkel zu pflügen, um dann wieder auf das Rad zu steigen. Obwohl der Kopf schon lange gesagt hat "Lass das doch. Geh auf die Couch, ist ne neue Folge von 'The Expanse' da. Das tut doch eh nur weh hier!"

Mit dem Start vor den Feiertagen habe ich mir sicherlich keinen Gefallen getan, auch die Auszeit über Silvester an der Nordseeküste waren für die Kilometerzahl sicherlich nicht förderlich, sicher aber für meinen Geisteszustand. Der war nämlich oft an einem Punkt, an dem ich nur noch schreien wollte. Und es zugegebenermaßen auch getan habe.

Zwischen Zweifel, Mutlosigkeit und wieder aufstehen

Manchmal ging es auch einfach nicht mehr. Ich erinnere mich an den Tag als ich nach 45min vom Rad gestiegen bin und gesagt habe "Wenn ich jetzt weiterfahre, habe ich nie wieder Spaß am Radfahren". Das ist zum Glück nicht passiert, aber Erkältungen, Ohrenentzündungen,Tage an denen ich einfach nicht weiter konnte, auch in Verbindung mit der Entgiftung der Medikamente haben mich und die Aktion sicherlich viele Kilometer und damit bares Geld gekostet.

Ob mich das traurig macht? Nein, denn ich habe nach bestem Wissen und Gewissen alles gegeben was ich für wichtig und gesund hielt. Und darum ging es ja an erster Stelle: Meine Gesundheit und wieder auf die Beine zu kommen.

Und? fragt Ihr zurecht! Ist mir das gelungen? Das kann ich aktuell weder mit Ja oder Nein beantworten. Denn ich nehme wieder am Leben teil, arbeite, fahre Fahrrad und mache Dinge. Dinge eben! Allerdings alles noch wirklich weit von einem Punkt entfernt, den ich als gut oder akzeptabel empfinden würde. Am schlimmsten ist immer noch die Schädigung von Nerven und Muskeln am linken Bein und der linken Bauchhälfte, die zu immer wieder komplett verhärtetem Hüftbeuger und nach Absetzen der Neuroleptika zu Nervenschmerzen führt. Alles nicht mörderisch und so unglaublich wie nach der OP, nett ist aber anders.

Nit jömere, Arsch huh un wigger

Das alles ist aber kein Grund zu resignieren. Denn auch wenn ich vor der OP dachte, dass nach 10 Tagen alles wieder einigermaßen gut ist und ich anfangen kann zu trainieren, habe ich ausgehend von dem Zustand nach der OP einen guten Weg zurück gelegt. Und so möchte ich weitermachen! In wenigen Tage steht erst einmal ein Flug nach Mallorca an, dort darf ich dann für Rad am Ring ein Trainigslager von Philipps Bike Team begleiten, wobei auch für mich viele Radkilometer anfallen. In der Sonne, hoffe ich!

"Aufwärts!" wird  "Vorwärts für Autismus!"

 Zukunft! Was immer sie für mich bereit hält, das letzte Jahr hat mir eine Menge vor Augen geführt. Besonders dass es schlimm ist gefangen zu sein, obwohl man offensichtlich keine Fesseln angelegt hat. Nicht raus zu können, nichts unternehmen zu können, keinen Sport treiben zu können.

Da ich scheinbar die Möglichkeit habe, wenn auch nur in kleinem Rahmen, für andere was zu bewegen habe ich mich entschlossen meinen weiteren Weg für den guten Zweck zu nutzen. Denn nur aus dem Loch raus reicht ja nicht. Nach Aufwärts muss auch vorwärts kommen. Deshalb wird aus "Aufwärts!" nun "Vorwärts für Autismus!". Denn Familien mit autistischen Kindern sind oft auch gefesselt, ringen um frei Minuten für Dinge, die für andere selbstverständlich sind. Deshalb finde ich es wichtig den Verein Leben mit Autismus e.V. weiter zu unterstützen.

Was das genau bedeutet, erkläre ich hoffentlich heute noch in einem weiteren Blog-Eintrag.

DANKESCHÖN.

Bis dahin möchte ich noch einmal ganz herzlichen Dank sagen! An alle Spender, die ja in der Spenderliste aufgeführt sind sowie an alle Freunde und Ihre Unternehmen, die für diese Aktion etwas in den Topf geschmissen haben.

Danke an:

Holger Röthig von Cycle Cafe Xperience Center

Thorsten Frahm von Cycle Cafe

Sascha Reiter &Wolfgang Heller von Dextro Energy Sports

Rick & Kai Sauser von der Sauser Event GmbH

René Conca von der Drinkuth AG

Sven Schreiber von Hammer Events

Johannes Steuerwald von e-vers

Frank Decker von Leeze

Hanns-Martin Frass von Rad am Ring / eventwerkstatt

Alexander Donicke von Rund um Köln

Markus Maier-Schambeck von Medienkraftwerk

Sascha Poth vom Team Ledschens

René Haselbacher von RH77

Sascha Lappessen aka DJ Sash!

Iris Frenzen vom Restaurant Frenzen

Thomas Heinrichs von der Galdbach Nacht

Peer Schwetzler von Monte Mare Rheinbach

Saki Stoumpopoulos von Saki Hair

Ralf Stambula von Koga Bikes

Fahrradshop Nettersheim

SX Group

und allen die still im Hintergrund geholfen haben!